Wie funktionieren die Himmelslaternen?

Hinter den aufsteigenden Himmelslaternen steckt ein einfaches physikalisches Prinzip. In Leichtbauweise bestehen sie aus einer Papiertüte mit einer entsprechenden Öffnung nach unten. Ein runder Rahmen und zwei Drahtspeichen verstärken diese Öffnung. Hier kommt eine brennbare Flüssigkeit oder ein mit Wachs getränkter Baumwollstoff hinein und wird entzündet.

Die Laterne kann bis zu einem Meter hoch sein und besitzt einen Durchmesser zwischen 40 und 60 Zentimeter. Nach Prinzip eines Heißluftballons steigt die Wärme des entzündeten Materials nach oben und weitet den Papierschirm. Die warme Luft im Inneren der Laterne hat nun eine geringere Dichte als die Außenluft und wird leichter als die Umgebung. Physikalisch gesehen nennt man dies Auftrieb, was letztlich zum Aufsteigen der Laterne führt. Ein paar Turbulenzen können den Ballon schnell ins Wanken bringen. Insgesamt besitzt die Himmelslaterne eine Brennphase von etwa 5 bis 30 Minuten. Je nachdem wie hoch und wie lange die Laterne schon unterwegs ist, kann man sie beobachten. Sie steigen mehrere Hundert Meter in den Himmel auf und werden über Kilometer hinweg durch den Wind getrieben.

Damit ein sicherer Start gewährleistet werden kann, muss es recht windstill sein, sonst verliert der Papierschirm an Stabilität. Das Seidenpapier ist sehr dünn und könnte durch den Wind leicht zerstört werden. Allerdings sieht man durch das dünne Papier die Lichtquelle noch viele Kilometer entfernt leuchten. Oft sind die Himmelslaternen mit einer zusätzlichen Imprägnierung versehen, damit sie feuerfest genug sind.